Eichelmann 2018

Weber_Monzingen

„Weinbau wird in der Familie Weber schon seit Jahrhunderten betrieben,
das Weingut in Monzingen geht zurück auf das Jahr 1732, seit 1991
wird es von Udo und Sabine Weber geführt, die die Rebfläche nach und nach
vergrößerten. Nach ihrem Geisenheim-Abschluss ist Tochter Laura, ehemalige
Weinkönigin der Nahe, in den Familienbetrieb eingestiegen und verantwortet
ihre eigene Weinlinie, die „Edition L“. Die Weinberge der Familie liegen vor
allem in den Monzinger Lagen Frühlingsplätzchen und Halenberg, aber auch
im benachbarten Weilerer Heiligenberg. Wichtigste Rebsorte ist mit einem
Anteil von 50 Prozent der Riesling, dazu kommen je rund 10 Prozent Weißburgunder,
Grauburgunder, Chardonnay und Spätburgunder, sowie etwas
Frühburgunder, Dornfelder, Portugieser, Scheurebe, Bacchus und Muskateller.
Das Sortiment ist gegliedert in Gutsweine, Erdreichweine und Lagenweine, die
ausschließlich aus dem Frühlingsplätzchen und dem Halenberg stammen.
-Kollektion-
Einige Jahre lang konnten wir keine Weine der Familie Weber verkosten, doch
jetzt kehren sie mit einer Kollektion auf gleichmäßig gutem Niveau ins Buch
zurück: Alle Weine präsentieren sich sortentypisch, an der Spitze des Sortiments
stehen die beiden Riesling-Lagenweine, dem Frühlingsplätzchen geben
wir knapp den Vorzug, der Wein ist ganz reintönig und zeigt viel klare Frucht,
Aprikose, Orangenschale und dezente mineralische Noten, der Halenberg-
Riesling aus 2015 zeigt deutliche Reifenoten in der Nase, ist konzentriert und
kraftvoll. Der 2015er Chardonnay aus der „Edition L“ ist noch sehr vom Holz
geprägt, zeigt Noten von frisch gesägtem Holz und Kokos, besitzt Fülle und
gute Substanz und könnte noch zulegen – wenn er denn das Holz verdaut. Viel
klare Frucht zeigen auch die beiden anderen Weine aus der „Edition L“, der
halbtrockene Riesling aus dem Frühlingsplätzchen mit dezenter Süße und die
saftige, aromatische Cuvée aus Sauvignon Blanc und Scheurebe.